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Die Kirche und die Welt sind immerwährende Baustellen

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Foto: Herr Ulrich

Im August 2017 begann eine 1,5 Jahre währende Kirchensanierung in unserer 700 Jahre alten Langenzenner Stadtpfarrkirche. Beim Gottesdienst werden sich die Besucher an den Anblick von Gerüsten, Einhausungen der Altäre und Folien gewöhnen müssen.
Zum letzten Mal saniert wurde die gotische Kirche in den 1970er Jahren. Damals bekam die Kirche zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Heizung, die bis heute ihren Dienst tut. Nun muss einiges zum Erhalt der Kirche getan werden. Die Renovierung ist nämlich bei „laufendem Betrieb“ geplant. Während der Arbeiten wird die Gemeinde nicht anderswo Quartier beziehen, sondern mittendrin ihre Feste und Gottesdienste feiern.

Foto: D. Ehni

Besonderes Augenmerk gilt der Statik des Daches. Dazu wird abschnittsweise ein Drittel der Ziegel abgedeckt, damit die Zimmerleute und Dachdecker ihre Arbeit machen können. Für diese Arbeit ist allerdings nicht nur ein Außengerüst rund um die Kirche nötig, sondern aus Sicherheitsgründen zusätzlich ein Innengerüst. Denn die hölzerne Kirchendecke unter dem Dachstuhl ist nicht stabil genug, um einen Menschen zu tragen.
Zweite große Maßnahme ist die Reinigung der Wände. Hier wird eine Reinigungsmethode angewandt, die einem Peeling, das die Poren freimacht, gleichkommt.

Foto: D. Ehni

Auch eine neue Beleuchtung werden wir installieren, die die Kirche so hell macht wie während der Fernsehgottesdienste. Ein Mehr an Komfort für die Gottesdienstbesucher, die sich jetzt gelegentlich beklagen, dass sie im schummrigen Licht nicht im Gesangbuch lesen können.
Eine neue Einbruchmeldeanlage und Liedanzeige sind geplant. Ebenso wollen wir die Kabel für eine Elektroheizung legen.
Die Chorfenster werden stabilisiert, so dass sie sich nicht noch mehr nach außen wölben. Was nur wenige wissen: Zwei Chorfenster wurden von den deutschen Kaisern Wilhelm I und II gestiftet. Auch die Orgel muss eingehaust werden. Es stehen uns ja noch der Flügel
und die Truhenorgel zur Verfügung.

360.000 Euro muss die Kirchengemeinde zahlen. Spenden sind also durchaus erwünscht, um die stolze Summe stemmen zu können. Neben dem Krippenanbau an die Pusteblume ist das die zweite große Baumaßnahme für die Kirchengemeinde. Für Unterstützung sind wir jederzeit dankbar.

Ihr Pfarrer Friedrich Schuster, Dekan